Mühlenviertel
Tübingen

Universitätstadt Tübingen
2005-2012

Auftraggeber: Stadt Tübingen

1. Preis Wettbewerb, Städtebaulicher Planungsprozess, Rahmenplanung, Bebauungsplan

Gemischtes Stadtquartier| ca. 700 Einwohner | ca. 100 Beschäftigte | Stadt der kurzen Wege | Urban Design | 4ha

Der städtebauliche Entwurf für das Mühlenviertel auf der Gewerbebrache der ehemaligen Firma Wurster & Dietz bot die einmalige Gelegenheit, den Tübinger Teilort Derendingen mit seiner teilweise heterogenen Siedlungsstruktur zu einem städtebaulichen Ganzen weiter zu entwickeln. Diese Chance wurde von der Stadt Tübingen ergriffen. Heute zählt das Mühlenviertel zu den beliebtesten, gemischten Wohnvierteln der Stadt. Der zentrale Platz wird angenommen und ist mit Leben gefüllt. Der offengelegte Mühlbach zieht Menschen allen Alters ins Quartier und sorgt für die einzigartige Atmosphäre und starke Identifikation mit dem Ort.

Die flexible Nutzungsformen des Wohnens in der Stadt wurden durch vertikale, sowie horizontale Schichtung gewährleistet: Wohnschotten, Loftwohnen, modulares Wohnen, Patiohäuser und Gartenhofhäuser, sind innerhalb der klaren städtebaulichen Grundstruktur in direkten Nachbarschaften zu finden. Trotz hoher Dichte und Nutzungsmischung gibt es ausreichend Privatheit für die Bewohner*Innen. Allen Wohnparzellen im EG sind private Zonen vorgelagert, die von den Bewohnern liebevoll gestaltet werden. Über Hochparterresituation, die sich in die Gartenhöfe ebenerdig entwickeln sind qualitätvolle Innen- und Außenbereiche entstanden.

Das Mühlenviertel ist direkt an den öffentlichen Personennahverkehr angebunden: über Buslinien mit der Stadt Tübingen, sowie mit dem Haltepunkt der Regionalbahn im Norden des Entwicklungsgebietes an den übergeordneten, überregionalen ÖPNV.