Tor zur Innenstadt – Wendlingen am Neckar

2026

Ausloberin: Stadt Wendlingen am Neckar in Kooperation mit Benner Geschäftshaus GbR

1. Preis Mehrfachbeauftragung

Projektpartner: Baisch + Fritz Architekten, Tübingen

Städtebaulicher Entwurf | Gesamtkonzeption | 3 Wohn- und Geschäftshäuser | Urbanes Grün | Stadtbalkon | Orte der Begegnung

Die städtebauliche Setzung der vier neuen Stadtbausteine fügt sich prägnant in die Rhythmik der bestehenden Stadtlandschaft Wendlingens ein und stärkt den Ort als markanten Übergang zur Innenstadt.

Die um 2-3 Geschosse abgetreppten Gebäudekubaturen treten mit Ihrer Umgebung in einen ausgewogenen Dialog. Durch die maßvolle Dimensionierung entsteht eine identitätsstiftende Stadtsilhouette, die den Ort stärkt und sich zugleich sensibel in den Kontext einbindet. Die differenzierte Staffelung der Baukörper schafft abwechslungsreiche und spannende Raumsequenzen mit hoher Aufenthaltsqualität.

Die Auftaktsituation zur Innenstadt wird insbesondere durch die Ausbildung eines Vorplatzes gestärkt, der als neues Tor zur Innenstadt fungiert, Ein- und Ausblicke aus unterschiedlichen Perspektiven ermöglicht und dadurch die räumliche Entwurfsidee städtebaulich akzentuiert. Diese Idee wird auch über den Freiraum weitergespielt: Das Wena-Gässle und der Stadtbalkon bilden zwei komplementäre öffentliche Ebenen des Quartiers. Während das Wena-Gässle als urbane Schnittstelle auf Fußgängerebene Vernetzung, Aufenthalt und Begegnung fördert, eröffnet der rund 14 Meter hoch gelegene Stadtbalkon eindrucksvolle Blickbeziehungen über das Stadtgefüge. Als konsumfreier Aufenthaltsort mit gastronomischen und gemeinschaftlichen Nutzungen erweitert er den öffentlichen Raum um eine neue Perspektive und Aufenthaltsqualität. Der Hochpunkt des WENA-Gebäudes tritt in einen bewussten Dialog mit den aufragenden Bauwerken der Innenstadt und verankert das Ensemble im stadträumlichen Kontext.

Die Integration neuer Nutzungen und Wohnkonzepte innerhalb der Stadtbausteine stärkt das Quartier funktional und ermöglicht Synergien mit angrenzenden Einrichtungen im Herzen der Innenstadt. Der neue Stadtraum wird durch gemeinschaftliche und ergänzende Wohnnutzungen belebt, die In den Erdgeschosszonen angeordnet sind. Geschützte Freibereiche im Innenhof bieten hierbei ruhige, qualitätsvolle Rückzugsräume innerhalb des urbanen Gefüges.